Frohe Weihnachten. Dialektik der Aufklärung

Frohe Weihnachten.
Dialektik der Aufklärung: Begegnung der modernen Kulturindustrie mit Adorno und
Horkheimer.
Wie doch alles verwoben ist, in dieser Weihnachtszeit.
Die Philosophen Adorno und Horkheimer treffen auf die Vertreter der modernen
Kulturindustrie Zuckerberg, Musk, Bezos und Gates.
Und die weiteren, die mit der Lüge leben: Weihnachtsgrüße an Netanyahu und Putin, der Netanyahu zu seinem rechtsextremen Ghetto-Bündnis beglückwünscht. (Ach,Trump hat noch nicht gratuliert. Der hängt mit Putin an keinem Baume, er hängt an keinem Strick, sondern an dem (Un)glauben und der Lüge der freien Republik. Frei dem Heckerlied nachempfunden). Was für eine Zeit, doch nichts ist wirklich neu, wie wir sehen. Alles ist bekannt, wir wissen, was uns erwartet. Steht es doch an der Wand geschrieben und überall in der Bibel.
Es begab sich und es begibt sich zur Weihnachtszeit. Jesus litt und leidet für die
Menschheit. Diese versetzt sich selbst wie gewöhnlich in Angst und Schrecken.
Adorno und Horkheimer, um deren Gedanken es in dieser Begegnung geht, veröffentlichten bereits 1947 die Dialektik der Aufklärung – gegen Ende der nationalsozialistischen
Herrschaft. Sie hatten die Hoffnung, dass sich quasi dialektisch Humanität auf den
Trümmern des 2. Weltkrieges entwickeln würde. Nicht zwangsläufig befürchteten sie, also warnten sie uns vor Zuckerberg, Musk, Gates, Putin und andere Gestalten: “Was eiserne Faschisten heuchlerisch anpreisen und die anpassungsfähigen Experten der Humanität naiv durchsetzen ist: die rastlose Selbstzerstörung der Demokratie”. An Zuckerberg und seinesgleichen gewandt schrieben sie 1947: “Wenn die Öffentlichkeit einen Zustand erreicht hat, indem unentrinnbar der Gedanke zur Ware und die Sprache zu deren Anpreisung wird”,
muss die Gesellschaft die Gefolgschaft versagen, da “die Steigerung (dieser)
wirtschaftlichen Produktivität – die zwar einerseits die Bedingungen für eine gerechtere Welt herstellt – andererseits aber dem technischen Apparat und den sozialen Gruppen die über ihn verfügen, eine unmäßige Überlegenheit über den Rest der Bevölkerung” verleiht.
Zuckerberg entgegnet trotzig: “Unser Vorgehen mit Falschmeldungen ist nicht, dass wir sagen, man darf nichts Falsches mehr im Internet sagen. Ich denke, das wäre zu extrem, jeder sagt mal etwas Falsches”. Auch eine Leugnung der Shoa sei ok.
Elon Musk will auf Twitter mit Fake Accounts “die Rückkehr des Bösen” ermöglichen.
Adorno und Horkheimer formulieren es 1947 – sicher in Unkenntnis von Algorithmen,Twitter, Instagram und Google – so: Die Berufung der Kulturindustrie (Google, Musk und andere) auf den eigenen
kommerziellen Charakter, dass “das Bekenntnis zur gemilderten Wahrheit, längst zu einer Ausrede geworden ist, mit der sie sich der Verantwortung für die Lüge entzieht“.
Die Lüge lebt. Alles steht geschrieben; ist geschehen und wird geschehen, wenn die Dialektik versagt.

Max Horkheimer Theodor W.Adorno. Dialektik der Aufklärung. Fischer Verlag.
Nachsatz:
Gute und dialektische Vorsätze für das nächste Jahr
.

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